Felix Wesch | Natur- und Landschaftsfotografie

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Dieses Mal geht's um das, was man auf meinen Fotos nicht sieht. Im Speziellen um das, was man auf meinen Fotos, die ich an den Seen hier in der Umgebung mache, nicht sehen kann.

Nichts auf meinen Fotos - hoffe ich zumindest - deutet darauf hin, dass fast immer irgendwas in der direkten Umgebung vom naturfotografischen Standpunkt aus her absolut unpassend, wenn nicht gar unfotogen ist. Oft hilft der Nebel, häufig aber hilft nichts als ein eng begrenzter Aufnahmewinkel und manchmal funktioniert selbst das nicht.

Jedenfalls dachte ich mir, wieso nicht mal ein paar Fotos zeigen, die vielleicht doch deutlich realistischer zeigen, wie's dort, wo ich gerne und viel fotografiere, aussieht.

Da hat es nämlich dann z.B. die eigentlich typischen Bewohner von Baggerseen: Bagger. Verschiedene Arten bevölkern von Zeit zu Zeit die Ufer der Seen. Wenn sie sich vor Ort befinden, nähert man sich besser nicht weiter an. Im Vergleich zu Wildschweinen oder den von mir so gefürchteten Zecken sind Bagger in ihrem Verhalten zwar deutlich einfacher einzuschätzen, aber nicht jeder Bagger mag Menschen in seinem Revier...

Neben Fässern haben vor allem auch große - manchmal sogar Wasser spuckende und damit Wellen erzeugende - Wasserrohre ihren Lebensraum in so einem See. Während es bei ersteren noch logisch scheint, dass sie von Zeit zu Zeit ihren Standort verändern, wirkt es verwunderlich, dass sich auch gigantische Wasserrohre bewegen können und damit in kürzester Zeit ganze Motive unbrauchbar machen, dafür aber wie durch ein Wunder gleichzeitig neue Gebiete fotografierbar machen (so ein großes Wasserrohr ist halt meist doch eher unfotogen).

Was es sonst noch zu sehen gibt: Ganze Dörfer in Ufernähe. Straßen, Autos, ja sogar ganze Regionalzüge. Besonders letztere sorgen auch immer wieder für den ein oder anderen Schreckmoment, wenn sie im dichten Nebel in Bahnübergangnähe laut zu tröten anfangen...

Und wie sieht das dann alles aus? Hier ein paar Beispiele:



Manchmal ist es schon nervig, wenn aus einer perfekten Lichtstimmung nichts oder nicht viel rauszuholen ist, nur weil wieder irgendwo ein Haus im Weg steht oder irgendwelche Rohre in den See münden. Nicht nur einmal habe ich mich in so einem Moment in eine andere Gegend gewünscht (z.B. in mein früheres fotografisches Leben, in die Donauauen bei Wien). Aber trotz allem, vermutlich habe ich es glaub ich doch noch ganz gut erwischt hier?

1. Februar 2018

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