Natur- und Landschaftsfotografie - Felix Wesch

Kleine Helfer die man nie vergessen sollte...

Theoretisch könnte man ja einfach mit Kamera und Objektiv losziehen und einfach drauf los fotografieren... Praktisch entstehen dabei oft (oder doch eher manchmal) sogar richtig gute Fotos...

... aber! Ich will ja garnicht behaupten, dass es nicht manche, oder sogar viele Genres der Fotografie gibt, in denen weiteres Zubehör nicht wirklich was bringt oder die Verwendung sogar hinderlich sein kann. In der Landschafts- und Naturfotografie gibt es allerdings einige Dinge, die einem das Leben wirklich einfacher machen können.

Blitzschuhwasserwaage
Natürlich, man kann Fotos auch hinterher gerade stellen, je nachdem was man damit anstellen will, ist das auch eine durchaus brauchbare Methode. Aber sobald man auf die maximale Auflösung des Fotos angewiesen ist, wird's doch sehr ärgerlich wenn man plötzlich, nur weil die Kamera nicht ganz gerade ausgerichtet war, einiges an Auflösung verschenkt. Außerdem kommt's doch immer ganz gut, wenn man sagen kann: Nein, der Horizont ist nicht schief, ich hab eine Wasserwaage benutzt...


Winkelsucher
Landschaftsfotos kann man ja glücklicherweise oft ohne abartige Verrenkungen fotografieren (wobei es manchmal ja durchaus von Vorteil sein kann etwas nicht ganz alltägliches auszuprobieren), aber spätestens bei den Pflanzenmakros, die man nicht von oben herab machen will, fängt das Verrenken an. Natürlich, man könnte sich auch einfach längs auf den Boden legen und versuchen durch den Sucher zu schauen, aber das will man halt auch nicht immer machen (u.a. weil: Zeckengefahr ist unsichtbar!). Mit einem Winkelsucher kann man dieses Problem zumindest etwas umgehen (noch besser sind natürlich die beneidenswerten Leute dran, die eine Kamera mit dreh- und schwenkbarem Klappdisplay besitzen... wobei, wieso hat eigentlich noch kein Kamerahersteller ein komplett abnehmbares Display entwickelt?). Man kann mit so einem Winkelsucher zumindest den Einblick von "von vorne" auf "von oben" optimieren, ist doch einen Versuch wert?


Sucherlupe
Wer mit einer DSLR gesegnet ist, die einen wirklich großen Sucher besitzt, hat sowas wahrscheinlich nicht nötig. Aber es gibt ja (leider) immernoch genügend DSLRs die keine wirklich guten Sucher ihr Eigen nennen dürfen, manche besitzen sogar richtiggehend mickrige Exemplare. Aber auch für diese geplagten Seelen gibt es Hilfe. Einfach eine Sucherlupe auf den Sucher schieben und da ist er, der größere Sucher. Natürlich, ein paar Abstriche sind bei der Helligkeit dann hinzunehmen, aber da gewöhnt man sich dran. Beim manuellen scharfstellen auf jeden Fall ein wirklicher Gewinn.


Filter
Da erzähl ich sicher keine Neuigkeiten. Ein paar Filter haben ja doch auch in der digitalen Fotografie ihren Zweck. Grauverlaufs-, Grau- und Polfilter lassen sich so einfach nicht ersetzen und haben auch im digitalen Zeitalter der Fotografie noch ihre Berechtigung und laden zum Experimentieren ein.


Müllsack
Der ist zwar an sich nicht so wirklich zwingend nötig, aber je nachdem wieviel Wert man auf einen einigermaßen gepflegten Auftritt bei der Rückreise von einem Fotoausflug legt, kann so ein ausgebreiteter Müllsack verhindern, dass die Hose hinterher all zu stark durchweicht und -dreckt ist. Danach dann einfach trocknen lassen und er ist so gut wie neu und vor allem: Wiederverwendbar. Und das Beste, man kann auf dem Rückweg einfach noch Müll sammeln der in der Landschaft rumliegt und derselbigen damit was Gutes tun (was die Wiederverwendbarkeit betrifft könnte man dann allerdings diskutieren...).


Fernauslöser
Egal ob Kabel-, Infrarot- oder Funkfernauslöser, ohne sollte man nie fotografisch unterwegs sein, zumindest wenn man vom Stativ fotografiert und dort besonders im Makrobereich. Wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, wird man den normalen Auslöser der Kamera wahrscheinlich garnicht mehr benutzen. ;)



Microfasertuch
Egal ob's beim Fotografieren zufällig mal tröpfelt, man bodennah fotografiert und sich Tau und Frontlinse begegnet sind oder ob man sich einfach nur mit einem hübschem Fingerabdruck auf der Frontlinse verewigt hat: Mit einem Microfasertuch lässt sich so gut wie jeder Dreck von der Linse entfernen. Im Zweifelsfall klappt's aber auch mit dem Hemd ganz gut...


Schnellwechseladapter
Einer tut Not, der sollte am Kamerastativgewinde angeschraubt sein. Ist doch nichts nerviger als andauerndes Rumgeschraube an Stativ und Kamera. Und falls man zusätzlich Objektive mit Stativschelle besitzt, ist es wohl nicht falsch für jedes dieser Objektive ebenfalls einen Schnellwechseladapter zu besitzen...



Unterwasserschuhe
Die sind wohl nur dann sinnvoll, wenn man beim Fotografieren auch mal ins Wasser geht. Egal ob Bach, Fluss, Meer oder See: Solche Schuhe können durchaus hilfreich sein. Erstens geben sie Halt und zweitens lässt es damit eindeutig weniger schmerzhaft in kaltem Wasser herumwandern, erst Recht wenn das kalte Wasser dann noch mit Steinen gefüllt ist.


Was zu Knabbern und Trinken
Hunger und Durst machen (zumindest mich) unkreativ. Ein paar Müsliriegel und eine Flasche Mineralwasser sind perfekt um solche Hürden zu nehmen. Bei Sonnenuntergang kann auch eine Flasche Bier die Wartezeit verkürzen... ;)

2. Juni 2009

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