Natur- und Landschaftsfotografie - Felix Wesch

Essentielle Tipps um ein erfolgreicherer Fotograf zu werden!

Nachträgliches Vorwort:

Ich bitte den folgenden Artikel schon im Vorhinein zu entschuldigen... Er ist keinesfalls ernst gemeint! ;)

Im Endeffekt finde ich es ja eher gut, dass durch die (Natur)Fotografie so viele Menschen eine Betätigung gefunden haben, die sie in die Natur raustreibt. In manchen Fällen habe ich allerdings den Eindruck, dass die Prioritäten etwas in falsche Richtungen verschoben sind und die Natur einfach nur noch ein Mittel zum Zweck ist. Ich gestehe, von Zeit zu Zeit nervt mich sowas tierisch. Deshalb hier jetzt dieser, im Gegensatz zu den meisten anderen meiner Artikel, komplett destruktive Text (ich verspreche, der nächste wird wieder "sinnvoller"):


Beteilige Dich an allen bekannten Fotocommunities und zeige den Leuten, dass Dir gefällt was sie fotografieren!

Fakt ist, dass es mit ein wenig Zeitaufwand überhaupt kein Problem ist auch mit mittelmäßigen Fotos zu einem der vielen Stars jedweder Fotocommunity zu werden. Wie einfach muss es dann erst sein, mit so guten Fotos wie den Deinen ein Star zu werden? Das bisschen Aufwand ist das auf jeden Fall wert!

Am sinnvollsten ist es, wenn DU in der Fotocommunity deiner Wahl für den Start einfach ein, zwei oder drei Deiner tollsten Fotos hochlädst. Die gehaltvollen Kommentare ("Super Foto!", "Tolle Farben!" oder "Schönes Motiv!") derjenigen, die diesen wichtigen Tipp hier schon lange vor dir verinnerlicht hatten, werden nicht lange auf sich warten lassen.

Alles was DU dann im Gegenzug noch machen musst, ist es Ihnen auf gleiche Art zurückzugeben. Eine Hand wäscht die andere! Je mehr Fotos deiner neuen Fans DU mit ebenso gehaltvollen Kommentaren beglückst, desto berühmter wirst DU mit der Zeit werden! Grundsätzlich sind deiner Berühmtheit dann keine Grenzen mehr gesetzt, scheitern kannst DU dann nur noch an der dir zur Verfügung stehenden Zeit!


DU musst Deine Motive unbedingt immer mit möglichst viel Aufwand erreichen!

Versuche garnicht erst Fotos in deiner direkten Umgebung zu machen. Auf keinen Fall wirst DU mit Fotos von Motiven erfolgreich sein, die DU von zu Hause zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen kannst. Es ist dabei auch absolut nicht von Vorteil, dass DU solche Motive bei bestem Licht und Wetter spontan erreichen kannst. Niemand interessiert sich für solche Fotos (ausgenommen davon sind Leute, die direkt am Riffelsee vor dem Matterhorn wohnen)!

Ein gutes Foto braucht unbedingt eine weite Anreise, die mit möglichst vielen (realen oder erfundenen) Entbehrungen verbunden ist. Und spare auf keinen Fall daran, dann in deinen Erzählungen zum Bild von diesen Entbehrungen zu erzählen. Studien haben bewiesen, dass der unbedarfte fotobegeisterte Betrachter durch solche Geschichten dazu gebracht wird, die Fotos (also deine Fotos!) noch besser zu finden als sie schon alleine auf Grund des Motivs sind!


Wenn DU Landschaften fotografierst, fotografiere auf jeden Fall nur Motive, die sowieso schon jeder kennt.

Dieser Punkt ist ganz wichtig und praktischerweise auch eine absolute Win-Win-Situation!

Win #1 für Dich ganz persönlich und alleine, weil DU dir einfach überhaupt keine Gedanken darüber machen musst, was es denn neben den schon zigfach fotografierten Motiven noch Fotografierenswertes geben könnte. DU schaust einfach was andere erfolgreiche Fotografen fotografiert haben und damit ist die Recherchearbeit auch schon getan. Mache einfach genau dasselbe!

Win #2 auch für dich ganz persönlich, weil solche zigfach fotografierten Motive meistens schöne Motive sind, die der geneigte Betrachter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch dann noch gut findet, wenn das Foto objektiv gesehen totaler Mist ist (und jetzt mal ehrlich, wie hoch ist denn bitte die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Foto objektiv gesehen Mist ist wenn gerade DU es fotografierst?)!

DU siehst, hier kannst DU überhaupt nichts falsch machen!

[Special-Pro-Tipp: Beobachte die Trends: Nichts ist schlimmer als die Mode vom Vorjahr! Island ist nicht immer die aktuelle Mode!]


Wenn DU Tiere oder Pflanzen fotografierst, fotografiere nur Dinge, die nach Möglichkeit schon ausgestorben sind!

Gänseblümchen fotografieren kann jeder! Es ist essentiell wichtig, dass deine Motive so selten sind, dass sie nach Möglichkeit nach deinem Foto ausgestorben sind (man kann da auch nachhelfen, dann macht es bestimmt niemand mehr nach!).

Besonders als angehender Fotograf sollte man sich garnicht erst damit abgeben Dinge zu fotografieren, die auch auf der Wiese hinterm Haus wachsen oder leben könnten. Es lohnt sich nicht, sich erst einmal mit trivialen Dingen wie Bildgestaltung, Licht und ähnlichen Dingen auseinanderzusetzen. Das Motiv macht das Foto! Gutes Motiv = gutes Foto!


Wenn DU deine Fotos in Foren zeigt (was DU unbedingt tun musst!), verwende auf jeden Fall immer irgendwelche Superlative!

In Foren kommt man nur dann als seriöser und erfolgreicher Fotograf rüber, wenn man eine möglichst draufgängerische Sprache benutzt. Eine, die sich von jeglicher Zurückhaltung zurückhält. Es muss reißerisch sein, es muss abenteuerlich sein, es muss gefährlich klingen und dabei solltest DU am besten auch noch ein paar fremdsprachige Worte oder am besten sogar fremdsprachige Fremdworte einwerfen!

Wichtig ist auch, dass dein Name (oder noch besser: Cooler Forennickname) im Threadtitel vorkommt. Schließlich muss man deinen Namen kennen! Wenn DU das richtig machst, wissen die Leute dann irgendwann schon ohne in deinen Thread geschaut zu haben, dass die Fotos im Thread super sind, weil die sind ja schließlich von dir!


DU brauchst ein auffallendes Logo auf deinen Fotos (und wenn es schon nicht auffallend ist, muss es wenigstens quer über das gesamte Foto gehen!)

Jeder angehende Pro weiß, dass heutzutage jedes Foto von irgendwelchen Kriminellen geklaut wird und dann in irgendwelchen Foren landet, die kein Mensch anschaut, die aber mit einer Google Image Suche schnell gefunden sind!

Um zu erreichen, dass auch die Besucher solcher Foren mitbekommen, wer das Foto wirklich gemacht hat, ist es wichtig, dass DU dir ein möglichst auffälliges Logo zulegst. Beobachtungen haben gezeigt, dass es hier eineinhalb erfolgreiche Methoden gibt:

1.) Ein möglichst auffälliges Logo direkt im Foto. Es sollte nach Möglichkeit nicht nur deinen Namen, sondern auf irgendeine Art auch noch das Wort "Photography" enthalten.

1 ½.) Ein möglichst riesiger, fast komplett transparenter Namenszug quer über das gesamte Foto: Diese Subtilität führt dazu, dass der Namenszug beim Betrachten des Fotos kaum auffällt und den Genuss überhaupt nicht stört!


DU brauchst eine Facebookseite, auf der DU alles, was DU schon auf Deiner privaten Internetseite und in deinem privaten Facebookprofil zeigst gleich nochmal mehrfach teilst!

Heutzutage braucht der erfolgreiche Naturfotograf einfach eine eigene Facebookseite. Private Internetseiten sind sowas von out, die schaut kein Mensch an und schon alleine deshalb lohnt es sich auch garnicht, sich Mühe zu geben eine ansehnliche Internetseite zu gestalten!

Besonders praktisch ist es, wenn DU dich direkt privat mit jeder Person, die dir auf Facebook über den Weg läufst anfreundest und dann sofort nach der Freundschaftsannahme des nichtsahnenden neuen Freundes selbigem vorschlägst, doch Deine Facebookseite mit einem Like zu versehen!

Unhöflich ist das übrigens überhaupt nicht, es gibt sowieso kein schlechtes Marketing und wer freut sich denn schon nicht darüber dauernd irgendwelche blöde Werbung in seinem Briefkasten zu finden? Eben!

28. Oktober 2014

Zurück zum Anfang Zurück zur Übersicht