Natur- und Landschaftsfotografie - Felix Wesch

Fotorückblick 2015


Und schon wieder ist ein Jahr vorbei und deshalb wird es auch langsam Zeit für den fotografischen Jahresrückblick hier auf der Seite. Dieses Mal habe ich mich aber zusätzlich noch dazu entschieden ein paar Spezialpreise (an mich selbst ;) ) zu vergeben:

Bestes Foto (mit Begründung):
Wie üblich: Das kann ich gar nicht so einfach entscheiden. Deshalb gönne ich mir die Freiheit und verwende zwei, drei, vier Fotos für den Teil. Das wären diese hier, natürlich ohne bestimmte Reihenfolge, weil sonst hätte ich mich ja doch entschieden:



Die #1 (von links), weil ich erstens Birken mit Herbstlaub mag und zweitens Schnee, Reif und Nebel mag. Das hat dort einfach gepasst. Und praktischerweise war das Motiv dann auch noch passend für ein hübsches Foto.
Die #2, weil es die #1 auf die wichtigsten Dinge reduziert.
Die #3, weil das Foto irgendwie alles hat, was ich in meiner momentanen Geschmacksphase so angenehm finde: Leben durch die vielen sitzenden und den einen fliegenden Vogel, Nebel und eine allgemein ruhige Stimmung.
Die #4, weil wildwachsende Orchideen weiterhin mein liebstes Hobby sind und ich mir die Situation mit diesem Roten Waldvöglein damals genau so vorgestellt habe: Eine freistehende Pflanze und ziemlich genau an der Stelle, wo ich sie erwartet hätte.

Bestes nicht gemachtes Foto:
Ich erinnere mich an eine Situation, als ich da ein paar dutzend Minuten am gleichen Fleck am Seeufer rumstand. Auf den richtigen Moment gewartet habe mit Sonne, Nebel und Vögeln und so. Wie man es halt so macht an einem nebligen Morgen am See. Und genau dann gab es einen dieser seltenen Momente, in denen sich ein Eisvogel fotogen auf einen Ast in der Nähe gesetzt hat. Ich hatte natürlich nur das Weitwinkelzoom auf der Kamera und der Eisvogel war weg bevor ich irgendwas mit ihm hätte anstellen können. Aber gut ausgesehen hat es trotzdem - so ein kleiner Eisvogel in der nebligen Sonnenaufgangslandschaft. In der Erinnerung wird es immer schöner. ;)

Beste Bezwingung des inneren Schweinehundes:
Das war eindeutig der morgendliche Ausflug zum Rimberg bei Caldern am 3. November. Glücklicherweise geht die Sonne zu der Zeit des Jahres ja recht spät auf. Aber trotzdem war eine recht große Überwindung nötig um zwei Stunden vor Sonnenaufgang aufs Fahrrad zu steigen und in der Kälte den ganzen Weg samt heftiger Steigung am Ende zurückzulegen... Aber (nicht nur) fotografisch gesehen war es die Anstrengung absolut wert. War ein genialer Morgen mit vielen Fotos (Blogeintrag #1, Blogeintrag #2, Blogeintrag #3).

Bestgenutzte Chance:
Das war dann wohl der Schnee im Herbst. So eine Chance kann man sich auch nicht einfach so entgehen lassen. Glücklicherweise war die Situation vor Ort dann noch besser als ich erhofft hatte. Immerhin war die Gegend Neuland für mich. Das wären diese Blogeinträge hier: #1, #2, #3.

Erkenntnis des Jahres:
Schweinehunde sind zum Bezwingen da. Außerdem: Superweitwinkel wird überschätzt. Ich sollte mal wieder in die Alpen. Und schließlich: Auch das beste Fotomotiv wächst irgendwann zu. RIP Altarm?

In diesem Sinne hier jetzt mein fotografischer Jahresrückblick. Zusätzlich hier noch die Links zu den Rückblicken von 2014, 2013, 2012, 2011 und 2010.




Januar


Wenn ich mir meine Fotos so anschaue, könnte ich glatt glauben, dass der Januar ein echter Wintermonat war. Also auch vom Wetter her. Stimmt sogar fast, aber nach einem guten Start war die erste Hälfte dann ziemlich schneelos. Danach wurde es aber schnell wieder besser. Gab sogar ganz unten Schnee, auf den Bergen in der Umgebung sowieso. Rothaargebirge, Vogelsberg etc. hatten zwischenzeitlich Schnee in Massen. Kann die nächsten Tage - also diesen Januar - ruhig eine Wiederholung geben.




Februar


Öh... Ja... Ein Foto nur und das sagt an sich alles. Es hat auch mal geschneit. Das ist so der Nachteil wenn man nicht in die Ferne reisen will im Winter. Manchmal kann man dabei so richtig die Arschkarte ziehen. Das Potential ist zwar vorhanden, aber wenn das Wetter nicht mitmacht, bleibt im Winter nicht viel außer einfach nichts.




März


Der klassische Vorfrühlingsmonat März hat den Vorteil, dass er schon so einen Hauch Frühlingswärme bringt, auf jeden Fall Vorfreude auf den richtigen warmen und grünen Frühling bringt und man, also ich in dem Fall, ihm auch verzeihen kann, dass er an sich trotzdem ziemlich trostlos ist. Zum Glück gibt es ja Seen, Flüsse und Nebel. Ohne würde ich ihn vermutlich tiefer auf meiner Lieblingsmonatsskala ansiedeln. Dieses Jahr war er recht nebelfreundlich und so gab es genug Möglichkeiten für neblige Impressionen.




April


April... Dieses Jahr gab es nicht nur Schnee - inklusive Schneedecke - am 1. April, es gab Mitte April auch direkt den ersten Sommertag (25°C oder mehr). Nicht schlecht. Und auch wenn es ziemlich trocken war, es wurde doch langsam aber sicher alles grün. Auch der Nebel war natürlich wieder mit von der Partie...




Mai


Genau das, was ich von einem gescheiten Mai erwarte. Es war alles dabei. Wärme, Nebel, aber nicht zu viel Wärme. Blühende Orchideen! Ok, etwas hat gefehlt. Auch wenn ich sie fotografisch normalerweise eh nicht wirklich festhalte: Gewitter. Die Gewitterarmut war für den Mai (und auch das ganze Jahr) absolut unwürdig. Aber gut, das scheint so ein Trend zu sein momentan. Der vergeht auch wieder. In der Lobau war ich auch. Und kaum zu glauben, dort habe ich eine Orchidee gesehen, die ich in den ganzen Jahren dort nicht gefunden habe: Eine Hummelragwurz. Aber immerhin in der Gegend, wo ich sie vermutet hätte...




Juni


Der Juni brachte dann den ersten Hitzetag. Hätte ich damals gewusst wieviele noch folgen werden, hätte ich mich damals vermutlich nicht so darüber gefreut. Zusätzlich ging das Jahr auch ziemlich trocken weiter. Meinen Orchideenfotografieambitionen (in echt orchideenreichen Gegenden Nordhessens) hat das glücklicherweise weniger geschadet als ich befürchtet habe. Aber wer weiß, vielleicht wäre ja deutlich mehr am Blühen gewesen, wenn es etwas feuchter gewesen wäre? Werde ich 2016 überprüfen. ;)




Juli


Der Juli war vor allen Dingen anfangs abartig heiß. Wer rechnet hier schon damit, dass es überhaupt 38°C geben kann? Und das dann gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen? Hochsommertypisch fotografisch eher nicht so ergiebig, gab es doch ein paar nette Gelegenheiten: Orchideen, natürlich Nebel und - der Trockenheit sei dank - an die Lobau erinnernde Landschaften an der Lahn.




August


Die Orchideenzeit war vorbei, damit war auch der Zwang nach Landschaftsfotos wieder geboren. Alternativ natürlich auch einfach wieder die Hoffnung auf Nebel über Wasser. Das hat zwischendurch auch ganz gut geklappt. Zusätzlich brachte eine Übernachtung auf einem Aussichtsturm auch neue Ausblicke.




September


Zwei Wochen in Südfrankreich waren das Highlight im September, gleichzeitig aber auch Folter. Orchideenparadies ohne Orchideen ist ungefähr wie Winter ohne Schnee. Zum Glück gibt es dort ja auch noch ein paar andere Motive. Ansonsten gab es hier in Marburg die ersten Pilze und natürlich Nebel. Das mit den Pilzen klappte wohl auch nur deshalb noch so gut, weil es endlich doch mal etwas feuchter wurde...




Oktober


Der Oktober machte dort weiter, wo der September aufgehört hat: Mit Pilzen und Nebel. Aber, und das war dieses Jahr eindeutig ein Highlight: Mitte des Monats gab es den erste Schnee. Hier im Tal hat es zwar nur geschneeregnet, aber etwas weiter nördlich und vor allem etwas höher, war es richtig winterlich. Praktischerweise in Verbindnung mit Herbstlaub. Sehr cool.




November


Für einen November (der ja auf meiner Lieblingsmonatsrangliste vom Potential her noch hinter dem März liegt), war er dieses Jahr an sich sogar ganz ok. Was schreib ich da? Er war sogar sehr gut. Das Herbstlaub war noch recht lange vorhanden, es hat sogar richtig geschneit, es gab viel Nebel. Was will man mehr? Ein morgendlicher Ausflug auf den Rimbergaussichtsturm war dann nur eines der Highlights.




Dezember


Jo... Der Dezember. Naja... Hätte ja sein können, aber wo war der Schnee? Es gab genau zwei Tage mit Frost. Schon ein eher heißer Dezember sozusagen. Zum Glück gab es immerhin ein paar Mal Nebel. Auch in Wien, in den Donauauen bei Regelsbrunn, zu viel Nebel sogar dort. Glücklicherweise scheint mit dem Ende des Jahres auch die Schneearmut erstmal zu enden.


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